Mär 08 2012

Gründer der Ordensgemeinschaften der Kapuziner-Terziarinnen von der Heiligen Familie und der Kapuziner-Terziaren unserer Frau der Schmerzen (Amigonianer).

KURZDARSTELLUNG SEINES LEBENS

José María Amigó y Ferrer wird am 17. Oktober 1854 in Massamagrell bei Valencia (Spanien) geboren. Als Kapuziner erhält er den Ordensnamen Bruder Luis von Massamagrell. 1885 gründet er die Ordensgemeinschaft der Kapuziner-Terziarinnen von der Heiligen Familie und 1889 die Kapuziner-Terziaren unserer Frau der Schmerzen.

Kindheit und Jugend

Kindheit und jugent

Seine Kindheit und Jugend verbringt José María in Valencia. Hier besucht er die Schule und beginnt später die Ausbildung im Priesterseminar seiner Diözese. Als Jugendlicher ist er Mitglied verschiedener katholischer Gruppen und Vereine, die den ehrenamtlichen Einsatz im Dienst an den Ärmsten und Benachteiligten unterstützen.

Nach dem Tod seiner Eltern tritt er 1873 der franziskanischen Laienbewegung bei, dem sogenannten Dritten Orden des hl. Franziskus. Ein Jahr später tritt er in Bayonne (Frankreich) in den Orden der Kapuziner ein, da katholische Orden damals in Spanien verboten waren. Am 12. April 1874 beginnt er dort das Noviziat. Von nun an heißt er Bruder Luis von Massamagrell.

Kapuziner und Priester

Kapuziner und Priester

1877 kehrt er als einer der ersten Kapuziner nach Aufhebung des Verbots wieder nach Spanien zurück und kommt zunächst nach Andalusien.

Im Januar 1879 wird er in den Konvent von Montehano in der Provinz Santander im Norden Spaniens versetzt, dort wird er am 29. März zum Priester geweiht. Er beginnt mit der Seelsorge für Jugendliche und Strafgefangene.

Am 2. August 1881 kehrt er zurück in den wiedereröffneten Konvent seines Geburtsortes Massamagrell bei Valencia und beginnt als geistlicher Begleiter mit dem Wiederaufbau des Dritten Franziskanischen Ordens.

Gründer

Als geistlicher Begleiter gibt Bruder Luis der Laienbewegung des franziskanischen Dritten Ordens (heute Franziskanische Gemeinschaft - OFS) neuen Auftrieb. Bei dieser Arbeit lernt er viele interessierte junge Menschen kennen, die in sich den Ruf Gottes zu einer radikalen Nachfolge verspüren.

Am 11. Mai 1885 gründet er die Ordensgemeinschaft der Kapuziner-Terziarinnen von der Heiligen Familie.

Am 12. April 1889 gründet er die Ordensgemeinschaft der Kapuziner Terziaren, die sich nach ihm auch Amigonianer nennen.

Bischof

Bischof

Am 9. Juni 1907 wird P. Luis zum Bischof geweiht. Er übernimmt die pastorale Leitung der Diözese Solsona (Katalonien) und einige Jahre später die Leitung des Bistums Segorbe (Region Valencia).

Anders als viele seiner damaligen Amtsbrüder sieht er dieses Amt, um dessen Übernahme die Kirche ihn bittet, nicht als persönliche Auszeichnung und Würde an, sondern als Dienst an den Menschen. Persönliche Demut und Gehorsam sind für ihn stets von herausragender Bedeutung. Sein Wahlspruch als Bischof lautet: „Ich gebe mein Leben hin für meine Schafe“. bei der Umsetzung dieses Amtes folgt er mit großer Liebe und Hingabe dem Beispiel des Guten Hirten, das seinen apostolischen Dienst schon immer inspiriert hat.

Spiritualität

In der Zeit seines pastoralen Dienstes, sowohl als Kapuziner wie auch als Bischof, zeichnet ihn eine Eigenschaft ganz besonders aus: seine große Liebe zu Gott und sein Vertrauen in die göttliche Vorsehung. Beides bewirkt, dass er stets alle Pläne und Vorhaben in Gottes Hände legt, in der Sicherheit, dass sich seine Erwartungen erfüllen werden, wenn die Werke tatsächlich dem Willen Gottes entsprechen. Im Laufe der Jahre erkennt er immer wieder Beweise dafür, besonders hinsichtlich der beiden von ihm gegründeten Ordensgemeinschaften, die sich trotz vieler Schwierigkeiten festigen und ausbreiten.

Ein weiterer Aspekt, der im Leben von P. Luis hervorzuheben ist, ist seine Liebe zu den Armen, die Verteidigung ihrer menschlichen Würde als Kinder Gottes und seine Sorge darum, sie Gott und seine besondere Liebe zu diesen „Kleinen“ erfahren zu lassen.

Tod und Seligsprechungsprozess

Am 1. Oktober 1934 stirbt Luis Amigó im Alter von 80 Jahren in Godella (Valencia) im Mutterhaus der Kapuziner-Terziaren in Gegenwart vieler seiner geistlichen Töchter und Söhne. Er wird in seinem Geburtsort Massamagrell in der Kapelle des Mutterhauses der Kapuziner-Terziarinnen beigesetzt.

Sein Grab ist für unzählige Gläubige und Pilger, die sich seiner Fürsprache anvertrauen und sein Werk weiterführen wollen, zum Wallfahrtsort und zu einer Stätte der Verehrung geworden.

Am 13. Juni 1992 beginnt ein neuer Abschnitt im kanonischen Prozess seiner Seligsprechung. Papst Johannes Paul II erklärt ihn zum „ehrwürdigen Diener Gottes“ und einer der am Prozess beteiligten Theologen spricht von ihm als „einem Giganten des spirituellen Lebens (...), einem Vorbild und Beispiel für Ordensleute, Priester, Bischöfe und Ordensgründer “. Im Jahr 2001 wird Luis Amigó der „heroische Tugendgrad“ verliehen.

Wenn du jung bist und angerührt von der Liebe Gottes deinem Leben einen Sinn geben willst, wenn dich die Person Jesu Christi fasziniert und du dein Leben ganz in den Dienst der Armen stellen willst, nimm Kontakt mit uns:

  • Kapuziner-Terziarinnen von der Hl. Familie
  • Haus Luis Amigó
  • Reutlinger Str. 15
  • D 50739 Köln
  • Tel: 0221-1706927
  • Fax: 0221-1706929
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