Mär 08 2012 Junge Frauen

Junge Frauen, die angerührt von der Liebe Gottes seinen Ruf in unsere Gemeinschaft verspüren, sind eingeladen, mit uns zu beten und unser Leben und Wirken in Gesprächen und Begegnungen näher kennen zu lernen.

Verspürt eine Frau den Wunsch, in unsere Ordensgemeinschaft einzutreten, beginnt die Kandidatur, eine Zeit des gegenseitigen näheren Kennenlernens durch Leben in einer unserer Kommunitäten. Kommt die junge Frau auf ihrem Berufungsweg zu der Entscheidung, sich an Jesus Christus in unserer Gemeinschaft zu binden, und verfügt sie über die dafür nötige menschlich-christliche Reife, folgt das Postulat (ca. 2 Jahre). Sie lernt unser religiöses Leben in Gemeinschaft noch näher kennen und geht in der Regel in dieser Zeit ihrem bereits erlernten Beruf nach.

Darauf folgt die Aufnahme in das Noviziat (2 Jahre). Die junge Frau bemüht sich, ihr Leben ganz auf Gott auszurichten, Jesus Christus näher kennen zu lernen und sich noch mehr vom Geist des Evangeliums im Stil des Hl. Franziskus und unserem Charisma prägen zu lassen. Sie vertieft unter Anleitung das persönliche und gemeinschaftliche Gebet wie auch das Leben in Gemeinschaft.

Bei der ersten Profess weiht sich die junge Schwester Gott und bindet sich durch die Gelübde der Keuschheit, Armut und des Gehorsams für ein Jahr an die Gemeinschaft. In dieser Zeit des Juniorats (4-6 Jahre) werden die Gelübde jährlich erneuert. Die Schwester wächst tiefer in die verantwortliche Teilnahme am Gemeinschaftsleben hinein

Mit den Gelübden auf Lebenszeit, der Ewigen Profess, bindet sie sich für immer an Gott und die Gemeinschaft. Eine ganzheitliche ständige Aus- und Weiterbildung hilft bei der wachsenden Einheit ihrer geweihten Persönlichkeit.

Die Ausbildung der Kapuziner-Terziarin dauert ein Leben lang. Nur so können wir auf den stets neuen Ruf des Herrn immer wieder neu antworten. Die Vertiefung der eigenen Berufung ist ein ständiger Prozess, der durch regelmäßige Zeiten intensiver geistlicher Erneuerung wie geistliche Begleitung, Einkehrtage, Exerzitien, etc. unterstützt wird.

formazione

Das tägliche Gebet in der Stille (Meditation), die Feier der Eucharistie, das Leben in schwesterlicher Gemeinschaft und die Hingabe an die Ärmsten als Schwestern im Sinne der franziskanisch-amigonianischen Mentalität sind die wesentlichen Stützen, die uns eine großherzige Antwort auf den Ruf des Herrn und die Nöte unserer Schwestern und Brüder ermöglichen, um die wir uns jeden Tag neu bemühen.